
Warum wir versuchen, unsere Infrarotheizungen in Duschräumen zum Versagen zu bringen
Badezimmer sind im Grunde genommen eine Katastrophe für Elektronikgeräte. Es gibt dichten Dampf, Spritzer von Wasser – und die Temperaturen können in wenigen Minuten von eiskalt auf extrem heiß schwanken. Das ist die perfekte Situation für einen totalen elektrischen Ausfall.
Wir hoffen nicht einfach darauf, dass unsere Geräte wasserdicht sind. Das wäre eine gute Möglichkeit, Anrufe von wütenden Kunden zu erhalten. Stattdessen unterziehen wir die Geräte einer Belastungsprüfung in einem Raum mit hoher Feuchtigkeit und Hitze. So versuchen wir herauszufinden, an welchem Punkt das Gerät versagt. Wir wollen den Punkt finden, an dem das Gerät bereits vor dem Verlassen unseres Lagers kaputtgeht.
Der Kampf gegen Feuchtigkeit
Wasserdampf ist äußerst gefährlich: Er findet selbst die kleinsten Lücken in der Verkleidung oder in den Dichtungen – Lücken, die man kaum sehen kann. Sobald die Feuchtigkeit auf die internen Kabel oder den Wolframdraht trifft, ist es vorbei: Es kommt zu Oxidation, Kurzschlüssen und das Gerät funktioniert nicht mehr.
Um das zu verhindern, unterziehen wir jede Charge von Geräten einer intensiven Belastungsprüfung. Wir bringen die Geräte mehrere hundert Stunden lang extremer Hitze und Feuchtigkeit aus. Dabei prüfen wir, ob die Dichtungen versagen oder ob die Kontaktpunkte rosten beginnen. Wenn das Gerät in unserem Labor versagt, dann wäre es bereits im Badezimmer des Kunden kaputtgegangen. Einfach so.
Umgang mit thermischen Schocks
Stellen Sie sich vor: Ein Heizgerät wechselt in Sekundenbruchteilen von eiskalt auf 500°C. Dann trifft es ein Schwall kalten Dampfs. Solche thermischen Schocks setzen enormen Stress auf das Quarzglas sowie auf die Klebstoffe, die alles zusammenhalten. Unsere Tests simulieren genau diese Bedingungen. Wir prüfen nach winzigen, unsichtbaren Rissen im Glas und stellen sicher, dass die wasserdichten Dichtungen nicht schrumpfen oder verformen, wenn es heiß wird.
Das Gleichgewicht finden
Man könnte meinen: „Einfach alles luftdicht abdichten!“ Doch da gibt es ein Problem: Wenn wir die Dichtungen zu fest machen, bleibt die Hitze im Gehäuse gefangen. Wenn wir die Wasserdichtigkeit übertrieben gewährleisten, verbrennen die internen Komponenten einfach. Es handelt sich dabei um ein gewisses Gleichgewichtsproblem. Wir balancieren die IP-Zertifizierung mit intelligentem Belüftungssystem aus – gerade genug, damit die Hitze entweichen kann, aber nicht so viel, dass Dampf eindringen kann. Das Ergebnis? Ein Gerät, das trocken bleibt – ohne dass der thermische Schutzschalter alle zehn Minuten auslöst.
Wir geben Ihnen auch die genauen Daten zum Versagen der Geräte. So können Sie das passende Gerät für Ihre spezielle Anwendung auswählen – ohne raten zu müssen.